Die Gründer des Vereins:
Hans Stockmann, Julius Walbersmann, Franz Kortner sen., Alfons Kordel, Heinrich Schenk

Wie es eigentlich begann und sich entwickelte...
Die Liebe zum Sport geht manchmal seltsame Wege. In der Gastwirtschaft Lütkenhaus in Rödder trafen sich Anfang der 60er Jahre regelmäßig ein paar junge Männer, um beim Kartenspiel auch die neuesten Sportereignisse zu diskutieren. Zumeist waren sie zum Schluss dabei „Auf Schalke". Ergebnis einer „ernsthaften" Unterhaltung zwischen Lehrer Stockmann und Julius Walbersmann war: „Wir spielen Fußball und zeigen den anderen mal, wie´s geht!" Im Jahr 1963 wurde es dann ernst. Auf dem Schulhof in Rödder wurde „hart" trainiert und erste Spielversuche wurden gemacht.
... vom Hobbyfußballer zum „Profi"...
Es war schon ein komisches Bild zu sehen, wie diese Hobbyfußballer in nahezu profihafter Manier den Ball behandelten. Als völlig uninteressierter Beobachter kamen einem schon leichte Bedenken, wenn man dem so zusah. Aber die jungen Leute hatten einen Hintergedanken dabei: Sie wollten weg von dem eintönigen Kreislauf „Arbeit- Kneipe - Bett". Unter der Führung von Hans Stockmann, Jüle Walbersmann, Kranz Kortner sen., Alfons Kordel und Heinrich Schenk wurden dann Nägel mit Köpfen gemacht. Die ersten Freundschaftsspiele wurden ausgetragen, immer mit dem Gedanken: Siege kann man feiern - Niederlagen muss man wegspülen! Immer mehr interessierte junge Leute schlossen sich der Gruppe an. So reifte der Entschluss, einen eigenen Verein zu gründen. Kräftig wurde die Werbetrommel gerührt, um auch das Interesse der Nachbarbauerschaften Daldrup, Dernekamp und Mitwick zu gewinnen.
... auf Talentsuche im Kirchenchor ...
Talentsuche war angesagt. Hilfestellung gab der Kirchenchor St. Michael Rödder. In einem Fußballspiel wurde der Kirchenchor Karthaus "nass" gemacht. Eben bei diesem Spiel entdeckten die Späher hoffnungsvolle Talente. Nach zähen Verhandlungen konnten diese dann verpflichtet werden. Zudem gelang es, Personen zu finden, die bereit waren, sich sozusagen als Hobby einen ehrenvollen Posten anhängen zu lassen. Jüle Walbersmann und Hans Stockmann nahmen schon mal mit dem Kreisvorsitzenden Heinz Ricke Verbindung auf.

Am 31.03.1965 war es dann soweit. Die Spielgemeinschaft DJK Rödder wurde gegründet.
In der Gründungsversammlung traten 83 Mitglieder dem neuen Sportverein bei.

In der Gründungsmannschaft im April 1965 spielten (o.v.l.n.r.) Willi Teutemacher, Alfons Kordel,
Heinrich "Heinz" Hungerkamp, Werner Brox, Hans Stockmann, Theo Pohlmann, Franz Kortner jr.,
(u.v.l.n.r.) Everhard van Beek, Karl-Heinz Kruse, Ludger Röckmann, Joachim Seichter.

Gruendungsmannschaft 439x277

In den ersten Jahren stellte Julius Walbersmann eine Kuhwiese zur Verfügung. Dank des unermüdlichen Einsatzes der Spieler, die Anfangs vor den Spielen noch die Kuhfladen beseitigen mussten, wurde die Wiese mit finanzieller Hilfe der Gemeinde Kirchspiel Dülmen zu einem vorschriftsmäßigen Sportplatz umfunktioniert (sogar mit Flutlicht). Als Umkleidegebäude diente der Rödderaner Mannschalft ein alter Bauwagen, aufgestellt in einer Ecke des Sportplatzes. Den Gastmannschaften standen Umkleide- und Duschräume der Ziegelei Buldern zur Verfügung.

 

Erster Ligabetrieb 436x279

Auf Antrag der SG DJK Rödder erstellte die Gemeinde Kirchspiel Dülmen in den Jahren 1970 - 1972 einen neuen Sport- platz, da die gute alte "Jüle-Kampfbahn" wieder landwirtschaftlich genutzt werden sollte. Der Verein beteiligte sich wieder mit enormer Eigenleistung, z.B. durch die Errichtung des Umkleidegebäudes. 1972 wurde die neue Anlage in Betrieb genommen. Einen Nachteil hatte dieser Platz jedoch, wie sich nach einiger Zeit zeigte. In den nassen Jahreszeiten glich er eher einem Truppenübungsplatz als einem Sportplatz. In der trockenen Jahreszeit hingegen wurde er steinhart. Es wurde immer schwieriger, die Pflichtspiele termingerecht über die Runden zu bringen.

03/1965 - 04/1971Hans Stockmann
04/1971 - 08/1972Franz-Josef Gerdemann
08/1972 - 01/1975 Julius Walbersmann
01/1975 - 08/1983 Franz-Josef Gerdemann
08/1983 - 08/1985Gerd Mertmann
08/1985 - 11/1989Karl-Linus Gerdemann
11/1989 - 11/2000Heinz-Josef Mertmann
11/2000 - lfd. Andre Schürmann mehr

1. Aufstiegsmannschaft:
V. Enstrup, H. Terwort, W. Teutemacher,
T. Pohlmann, W. Terwort, J.Küper, A. Kordel,
K. Hungerkamp, F.J. Gerdemann, G. Sidatzki,
J. Enstrup, G. Rüter, H.J. Mertmann, J. Gunia,
K. Wemhoff, U. Richter, H. Kellerhaus

Aufstiegsmannschaft 349x209

Der damalige Vorstand beantragte daher bei der durch die kommunale Neuordnung zuständige Stadt Dülmen den Ausbau der Sportplatzanlage. In der Saison 1980/1981 war es dann soweit - die Stadt Dülmen zeigte sich bereit, einen neuen Platz zu erstellen. In dieser Phase bewährte sich das gute Verhältnis zu den Nachbarvereinen Hiddingsel, Buldern und Hausdülmen. Fast alle Spiele konnten nach vorheriger Absprache auf deren Plätzen ausgetragen werden. Am 13.06.1982 wurde die neue Sportanlage (aus dem zunächst erstellten Rasenplatz wurde der heutige Tennenplatz) eingeweiht und übergeben.

Was mit der 1. Seniorenmannschaft (Gründungsmannschaft) klein aber fein anfing, begann sich zu entwickeln. Jahr für Jahr wurde der Verein größer und es wurden weitere Mannschaften gemeldet. 1980 konnten bereits von der F-Jugend bis zur A-Jugend sämtliche Jugendmannschaften gemeldet werden. Neben den drei Seniorenmannschaften, die bis heute am Meisterschaftsbetrieb teilnehmen, wurden im Rahmen des Breitensportes eine Damen-gymnastikgruppe, eine Hobby-Volleyball-Gruppe und die Step-Aerobic-Gruppe gebildet. Selbstverständlich blieben auch die „in die Jahre gekommenen" Fußballer dem Verein treu und bilden seit jeher unsere Altherren- und Altliga-Abteilung. Zudem resultierte hieraus seit wenigen Jahren zusätzlich unsere Fußballgruppe "Ü 50", die ganzjährig in der Halle ihrer Leidenschaft nachgehen. Zwei Hobby-Fußballgruppen, der "HC- Schalk" und die "Kicker Dernekamp", ein Zusammenschluss aus unseren passiven Mitgliedern, bereichern ebenfalls unseren Verein!

Und die DJK Rödder wächst stetig weiter! Im Juli 2004 haben wir unser 500. Mitglied begrüßt. Die SG DJK Rödder, die 1965 zunächst noch von vielen Seiten belächelt wurde, hat sich über die Grenzen der Stadt Dülmen hinaus einen Namen gemacht und ist in der hiesigen Sportwelt fest verankert.

Bei diesem Zuwachs an Mitgliedern und Mannschaften waren wir schon recht bald an unsere räumlichen Grenzen, was die Situation in den Umkleideräumen anging, gestoßen. Schnell war klar, dass weitere Umkleideräume gebaut werden mussten. Die Idee reifte, Anträge wurden gestellt und abermals durch Eigenleistung wurden Anfang der 90er Jahre zwei weitere Umkleideräume gebaut.

Wir Rödderaner sind Kämpfer und waren bzw. sind für unseren "roten Rasen", den Ascheplatz, bekannt. Aber trotzdem - so ein eigener Rasenplatz wäre schon eine tolle Sache. Zumal die DJK Rödder so ziemlich der einzige Fußballverein ohne Rasenplatz ist. Und bekanntlich lässt es sich auf Rasen besser fallen als auf Asche, was gerade für unsere Jüngsten gilt. Anfang 1992 setzte sich der damalige Vorstand zusammen und versuchte dieses Projekt auf den Weg zu bringen. Dies erwies sich aber als sehr schwierig, da der Verein selber bei der diesbezüglich kleinen Größe, sehr viel Geld aufbringen musste. Durch zahlreiche Personen und Firmen, die Ihre Unterstützung signalisierten und eigene Rücklagen konnte dieses Problem entspannt angegangen werden, da man sich auch Hoffnung auf öffentliche Zuschüsse in nicht unbeträchtlicher Höhe machte. Als größeres Problem zeigte sich aber nun die Beschaffung eines geeigneten Geländes. Nach mehreren Jahren konnte der Acker gegenüber dem Tennenplatz durch die Stadt Dülmen erworben werden und wurde der DJK Rödder zur Verfügung gestellt.Der Landessportbund und der Fußball- und Leichtathletik- Verband Westfalen e.V. unterstützten das Projekt mit Darlehen. Auf den erhofften Zuwendungsbescheid der Bezirksregierung musste allerdings mehrere Jahre gewartet werden. Als dann aber das Land NRW der Bezirksregierung zusätzliche Haushaltsmittel aus Oddset-Wetten für den Sportstättenbau im Vereinsbereich zur Verfügung stellte, erhielten wir im April 2001 auch hier die erhoffte finanzielle Unterstützung. Nach über zwei Jahren Bauzeit konnten wir am 10.08.2003, verbunden mit dem Dank an die Sponsoren, Firmen und Institutionen, die dieses Projekt ermöglicht haben, mit einem Spiel unserer 1. Seniorenmannschaft gegen eine Stadtauswahl den Rasenplatz einweihen.

Durch den Rasenplatz konnten  wir stetig steigende Mitgliederzahlen gerade im Jugendbereich feststellen. Dies ermuntert uns, weiterhin viel im Bereich des Möglichen, für den Verein und die Mitglieder zu tun. So wurde seit August 2003 die komplette Heizungsanlage, der Bereich der alten Kabinen erneuert und saniert sowie im Jahr 2012 eine Küchenzeile sowie barrierefreie und kleinkindgerechte Toilettenanlage auf dem Rasenplatz errichtet.

Und unser Motto: "We are Family" wird bei der DJK Rödder weiter aktiv gelebt. Neben der neu gegründeten Rückentrainings-Gruppe für alle Altersklassen wurde auch für unsere Jüngsten das Sport- und Bewegungsangebot ständig erweitert und optimiert. So erfolgte im Jahr 2011 die Gründung der Kinderturngruppe für Grundschulkinder ab dem 4. Grundschuljahr sowie aufgrund der großen Nachfrage im Mai 2014 die Ergänzung mit einer weiteren Kinderturngruppe für Kinder ab dem 2. Grundschuljahr. Eine weitere herausragende Neuausrichtung im Rahmen des Breitensportes erfolgte im Juli 2013 mit der Neugründung der Bogensport- Abteilung, die bei der DJK Rödder neue sportliche Akzente setzt und unser Sportangebot für alle Mitglieder sehr bereichert. Die DJK Rödder freute sich im November 2014 über einen Zuwachs der Mitgliederzahl auf -erstmalig in der Vereinsgeschichte- über 600 Mitglieder.

Im Jahr 2015 durfte die DJK Rödder das 50-jährige Vereinsjubiläum im Rahmen der Sportwoche feiern ! 

Nach und nach soll die Sportanlage weiter zukunftsfähig gemacht werden, damit die SG DJK Rödder noch hoffentlich vielen Menschen ein Umfeld bieten kann, in dem man sich gesellschaftlich integriert und sportlich zu Hause fühlt!

Dieser sozialen Verpflichtung möchten wir als DJK Rödder Sorge tragen!

Schulengel


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